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Wie kann ich meine Muskeln weich machen?

Geschätzte Lesedauer: 7 Minuten

In den chinesischen Kampfkünsten heißt es die Muskeln sollten wie Wasser sein. Genauso weich und sanft wie Wasser, aber dennoch genauso kraftvoll und dynamisch. Was in der Theorie so einfach klingt ist in der Praxis allerdings ein echtes Kunststück. Entweder fehlt es einem an Muskelspannung oder die Muskeln lassen nicht wieder locker und es kommt zu Verspannungen. Muskelanspannung kann man trainieren, doch wie kannst du deine Muskeln wieder weich machen? Kurz gesagt: mit der richtigen Bewegung, mentaler Entspannung, Massagen und den richtigen Muskel Liquids. 

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Wann hast du das letzte Mal bewusst geatmet?

AtmenGeschätzte Lesedauer: 6 Minuten
  • Es verschlägt mir den Atem
  • Es herrscht atemlose Stille
  • Mit atemberaubenden Tempo
  • In einem Atemzug
  • Mit stockt der Atem

Das sind nur ein paar Redewendungen in denen der Atem ein wichtige Rolle spielt. Bestimmt kennst du ein paar davon. Aber warum gibt es wohl so viele ausdrucksstarke Redewendung in denen der Atem eine entscheidende Rolle spielt?

Wie wichtig ist der Atem für uns?

Gehen wir es mal sachlich an. Was brauchen wir zum Leben? Essen? Ja, brauchen wir. Ohne essen können wir unter guten Umständen nur einige Tage bzw wenige Wochen überleben. Was brauchen wir noch? Wasser? Ja genau, Wasser ist enorm wichtig. Ohne Wasser überleben wir nur zwei bis drei Tage, wenn es gut läuft. 

Wie lange überleben wir ohne Luft? Gut trainierte Apnoetaucher ( Tauchen ohne Sauerstoffflaschen ) schaffen es ein paar Minuten ohne Sauerstoff aus zu kommen. Der Rekord lag 2011 bei 21 Minuten und 33 Sekunden. Das bedeutet Sauerstoff ist so ziemlich das Wichtigste, das wir zum Leben brauchen. 

Wo liegen unsere Prioritäten?

Machst du dir Gelegentlich Gedanken über dein Essen? Bestimmt. Viele von uns machen sich Gedanken über das, was sie essen. Man kann sich an Glaubenssätze halten und vegetarisch oder sogar vegan Leben und sich viele Gedanken zum Thema essen machen, was auch richtig ist. 

Machst du dir auch Gedanken, über das was du trinkst? Vielleicht auch mal. Vielleicht denkst du gelegentlich auch mal kurz über die Flüssigkeiten nach, die du deinem Körper zu führst. Kaffee, Tee, Bier, Limo, vielleicht Wasser. 

Aber wann hast du das letzte Mal über deine Atmung nach gedacht? Außer “Ich geh mal kurz frische Luft schnappen” spielt die Atmung im Alltag doch keine große Rolle, oder? Denk mal kurz drüber nach und überleg dir mal, wann du das letzte Mal über die Luft, die du atmest nachgedacht hast, oder die Art und Weise wie du atmest. Wenn ich die Frage, ob du mehr in den Bauch atmest oder mehr in die Brust, könntest du die Frage spontan beantworten? 

Wie kommt es, dass etwas so elementar wichtiges wie die Atmung in unserem Alltag so eine winzige Rolle spielt?

Der erste Atemzug

Ein ungeborenes Kind wird durch die Mutter mit Sauerstoff versorgt. Die Lungen sind im Mutterleib noch mit Flüssigkeit gefüllt. Erst kurz vor der Geburt wird die Flüssigkeit nach und nach abgebaut. Oft wird der letzte Rest der Flüssigkeit erst kurz nach der Geburt abgehustet. Der erste Atemzug im Leben beginnt somit mit dem Ausatmen. Zuerst wird die Lunge geleert bevor sie das erste Mal mit Sauerstoff gefüllt wird. Und auch heute noch im Leben eines Erwachsenen spielt das ausatmen eine entscheidende Rolle. 

Atmen im Alltag

In der Regel atmen die allermeisten von uns im Alltag zu oberflächlich und nur in den oberen Brustraum. Gerade beim ausatmen bleibt ein Großteil der Lunge mit Luft gefüllt. Dabei kann gerade bewusstes ausatmen ein gutes Werkzeug sein um zum Beispiel die Muskulatur zu entspannen. Versuch einfach mal mit geschlossenem Mund durch die Nase aus zu atmen und wenn du denkst du hast ausgeatmet dann lässt du die Brustkorb- und Bauchmuskulatur mal zusammensinken, um die restliche Luft aus der Lunge heraus fließen zu lassen – nicht pressen – und im gleichen Moment achte mal bewusst auf deine Schulter- und Nackenmuskulatur. Nach ein paar Versuchen solltest du merken wie mit jedem ausatmen die Schultermuskulatur länger wird und sich zunehmend entspannt. Das kannst du direkt jetzt machen während du diesen Artikel liest – probier es mal 🙂

Meditation

Wie atmet man?

Witzige Frage eigentlich, denn jeder von uns atmet durchschnittlich 12-16 mal pro Minute. Doch es gibt viele verschiedene Atemtechniken. Zum Beispiel:

  • Brustatmung
  • Bauchatmung
  • umgekehrte Bauchatmung
  • embrional Atmung
  • etc.

Je nach dem zu welchem Zweck eignen sich verschiedene Atemmethoden besser. Die wichtigste und zugleich gesündeste Form der Atmung ist aber die Bauchatmung ( oder auch Zwerchfellatmung ). Setze oder stell dich mal aufrecht hin, lege beide Hände auf den Bauch, auf Höhe des Bauchnabels oder leicht darunter und atme mit geschlossenem Mund durch die Nase ein. Atme so, dass du deine Atmung selber fast nicht hören kannst und versuche mit den Händen zu spüren wie der Bauch sich beim einatmen ausdehnt. Erst danach sollte sich der Brustkorb ausdehnen und sich mit Luft füllen. Zum ausatmen kannst du den Mund öffnen und die Luft langsam aber bewusst entweichen lassen. Spüre jetzt wie der Bauch in sich zusammen sinkt. Das ist die Bauchatmung und leider die Form der Atmung, die die meisten von uns verlernt haben. Durch das hohe Tempo und den Stress im Alltag sowie Tugenden wie “Brust raus, Bauch rein und gerade stehen” oder die Schönheitsideale von einem flachen Bauch haben wir in der westlichen Welt die Bauchatmung verlernt und atmen zu oberflächlich und nur im Brustkorb. Langfristig führt diese Form der Atmung jedoch zu gesundheitlichen Einschränkungen. Der Körper bekommt zum Beispiel zu wenig Sauerstoff. Doch nicht nur das, auch die Darmperistaltik ( die Darmbewegung ) wird durch die Atmung beeinflusst. Durch die Bauchatmung wird der Darm in seiner Tätigkeit angeregt. In der traditionellen chinesischen Medizin spricht man sogar davon durch die Bauchatmung mehr Fett zu verbrennen. Außer dem nutzt man zum Beispiel bei der Meditation die Atmung ganz bewusst dazu den Geist zu beruhigen und die wirren Gedankenströme abzustellen. Bildlich gesprochen muss man sich vorstellen, man hätte ein kleines wildes Äffchen im Kopf, das nur Blödsinn vor hat und wild von einer Seite zur nächsten stürmt und seiner unbändigen Energie freien Lauf lässt. Wie kann man so ein verrücktes kleines Äffchen beruhigen? Richtig, mit Bananen 🙂 Wie bekommt man nun die Bananen in den Kopf? Durch richtiges Atmen. Die Atemzüge entsprechen Bananen mit denen man das Äffchen beruhigen kann. 

Die Luftqualität

Doch nicht nur die Atemtechnik ist für den Körper wichtig sondern natürlich auch die Luftqualität. Und hier rede ich jetzt nicht von den üblichen Feinstaub Diskussionen sondern von der täglichen Atemluft. Gerade im Winter, wo wir und viel in geschlossenen Räumen bei trockener Heizungsluft aufhalten lässt du Luftqualität oft zu wünschen übrig. Gewöhnliche Heizkörper wärmen die Luft durch Luftzirkulation auf. Was natürlich leider auch dazu führt, dass der ganze Staub in den Zimmern mit durch die Luft gewirbelt wird und unweigerlich auch in unseren Lungen landet. 

Wie gut, dass es heute mehrere Möglichkeiten gibt die Luft in Wohn- und Büroräumen zu verbessern. Zum Einen kann man mit Hilfe von Effektiven Mikroorganismen die Atemluft verbessern, weil diese den Feinstaub in der Luft vermindern. Zum Anderen kann man aber so genannte Diffuser einsetzen. Das sind kleine Geräte, die mit Ultraschall Flüssigkeiten vernebeln und so die Luft aufwerten. Hier kann man auch dezent ätherische Öle einsetzen um die Atemluft aufzuwerten. Auch Luftfilter und Ionisatoren sind eine Option, obwohl gerade das Ionisieren der Atemluft sehr umstritten ist. Ionisieren bedeutet das Laden von Luftpartikeln mit negativer elektronischer Spannung. Das führt zum einen dazu, dass der Körper die Luftpartikel besser aufnehmen und verwerten kann, doch leider entsteht bei diesem Prozess Ozon. Ozon stellt im Körper aber ein Oxidant dar, der dem Organismus letztlich schadet. Hier muss man nun abwägen, was das geringere Übel ist. 

 

Fazit:

Ich denke wir sollten der Atmung und der Qualität der Atemluft im Alltag eine größere Bedeutung zu schreiben. Genau wie zu den Themen Essen und Trinken sollten wir ab und an mal einen Gedanken in das Thema Atmung investieren. Es gibt viele Bereiche im Leben, die davon profitieren. Sei es die Minderung von Stress bzw. mehr Entspannung, aber auch die Aktivierung der Darmperistaltik für eine gesündere Verdauung. Auch die Atemluft als Solche sollte eine wichtige Rolle spielen. Genau so wie wir wissen was wir essen und trinken sollten wir uns bewusst sein was wir atmen.