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Was hilft bei Strahlfäule? Effektive Mikroorganismen

Pferde im SonnenaufgangGeschätzte Lesedauer: 6 Minuten

Dein Pferd hat Strahlfäule und du möchtest wissen, was man dagegen tun kann? Hier erfährst du wie ich, als Hufexperte, Strtahlfäule behandel.

Da ich nicht nur diesen Shop hier betreibe sondern hauptsächlich als professioneller Hufbearbeiter meinen Unterhalt verdiene bin ich Experte auf dem Gebiet Effektive Mikroorganismen und Strahlfäule. Im nachfolgenden Text erkläre ich dir wie du nachhaltig die Strahlfäule heilen und in Zukunft vermeiden kannst. 

Vorab musst du wissen welche Ursachen Strahlfäule beim Pferd haben kann, um das Problem nachhaltig zu lösen.

Was sind die Ursachen für Strahlfäule beim Pferd?

Eine der Hauptursachen für einen schlechten und ungesunden Strahl bis hin zur Strahlfäule ist eine unzureichende Durchblutung im gesamten Huf. Die Durchblutung und die damit einhergehende Versorgung mit Nährstoffen ist existenziell für die Gesundheit des Hufes insbesondere des Strahls. Um eine gute Durchblutung im Huf zu erzielen ist es wichtig die Funktion des Hufmechanismus best möglich zu erhalten bzw zu verbessern. Auch der Lymphfluss hat einen direkten Zusammenhang mit der Pumpfunktion des Hufes. Und nur dann wenn der Hufmechanismus gut funktioniert kann auch die Lymphdrainage ihre Aufgabe bestmöglich erfüllen und Giftstoffe sowie Abfallprodukte abtransportieren. Vor allem über das Sohlen Horn wird Lymphflüssigkeit abgegeben und somit der gesamte Organismus unterstützt. Dass der Stoffwechsel direkten Einfluss auf das Hufhorn hat belegen die horizontalen Ringe auf der Hufwand Oberfläche, aber auch im Umkehrschluss durch die Durchblutung und Lymphdrainage erfüllt der Huf wichtige Funktionen für den gesamten Pferdekörper. 


Strahlfäule entsteht vor allem dann, wenn der Strahl ohnehin schon “verkümmert”, also schlecht durchblutet und unterversorgt ist. Wenn das betroffene Pferd sich dann noch in einem Fäulnis erregenden und destruktiven mikrobiellen Milieu aufhält kann sich auch der Strahl nicht mehr vor der Bedrohung durch Fäulnis Prozesse schützen. Für ein solches Milieu muss nicht unbedingt Matsch oder unsaubere Einstreu verantwortlich sein. Es können ganz andere Faktoren dazu beitragen. Um destruktive Milieus wieder in lebensfördernde Milieus zu wandeln helfen Effektive Mikroorganismen. Nahezu überall leben Bakterien. Diese lassen sich grob in drei Gruppen unterteilen. Eine Gruppe arbeitet positiv fördernd, eine weitere Gruppe arbeitet destruktiv und die dritte Gruppe ist neutral und schließt sich der Mehrheit an. Je nach dem welche Gruppe dominiert ist das gesamte Milieu entweder destruktiv oder Gesundheitsfördernd. Ein neutrales Milieu kommt in der Natur nur extrem selten vor. Strahlfäule ensteht vor allem in destruktiven Milieus. Effektive Mikroorganismen kehren durch das Dominanzprinzip destruktive Milieus in Gesundheitsfördernde Milieus um. Auf diese Weise ist schonmal äußerlich dafür gesorgt, dass der Strahl sich schneller erholt und sich besser regenerieren kann. Um das Umfeld des Pferdes mit Effektiven Mikroorganismen zu optimieren eignet sich hervorragend der Emiko HorseCare Stallreiniger. Den verwende ich auch zu Hause bei unseren Pferden im Offenstall. Ein bis zweimal pro Woche wird die gesamte Fläche und die Raufe mit dem Stallreiniger behandelt. Den Offenstall selber behandel ich vor allem im Winter täglich. Auch hier gilt lieber häufig wenig als selten viel. 

Wie verbessert man die Durchblutung des Strahls? 

Maßgeblich dafür ist zum einen die Bearbeitung der Hufe und zum anderen die Bewegungsmöglichkeiten des Pferdes. Ein Pferd braucht Bewegung um den Organismus und damit auch die Durchblutung in Gang zu halten.
In punkto Hufbearbeitung ist es vor allen Dingen schon mal wichtig für eine gute Balance im Huf zu sorgen. Dabei darf man aber nicht den ganzheitlichen Blick auf das gesamte Pferd verlieren. Jeder Huf gehört zwar zu einer Gliedmaße, aber nur alle vier Hufe zusammen bilden das Fundament für das Pferd.
Als nächstes ist darauf zu achten, dass der Strahl Bodenkontakt hat. Aber auch hier kommt es auf das Mittelmaß an. Der Strahl sollte genau dann Bodenkontakt bekommen, wenn der Huf am Boden steht und belastet ist. Zu viel Druck wiederum schadet dem Strahl eher und quetscht diesen ein. Optimal wäre, wenn man den Huf hoch nimmt und eine Raspel quer über den Huf legt. Dann sollte der Strahl etwa 1-2 mm Platz bis zur Raspel haben. Der Huf ist in diesem Zustand entlastet und die Raspel simuliert den Boden. Steht jetzt der Huf auf dem Boden und wird belastet bewegen sich die Trachten auseinander und der Strahl drückt nach unten. Damit aber die Trachten auseinander gedrückt werden und der Strahl zum Boden durchdrücken kann ist noch wichtig, dass das Pferd besonders im Zehenbereich auf der Hornwand steht und die Sohle genügend Luft und Flexibilität nach unten aufweist, dass der Huf auch an dieser Stelle nach unten nachgeben kann. Die Hufwand der Zehe muss dafür in der Lage sein nach innen nachzugeben. Dafür ist es notwendig die gesamten Hufwände so zu beraspeln, dass sie rund um den gesamten Huf gleichmäßig flexibel sind.
Die Eckstreben dürfen keinen Kontakt zum Boden haben und sollten etwa auf Sohlenhöhe liegen. Auch die Eckstreben müssen über eine gewisse Flexibilität verfügen. Sind die Eckstreben also zu lang haben sie zu viel Druck vom Boden, sind sie aber zu weit ausgeschnitten entstehen Zugkräfte, die das Gewebe auseinander ziehen.
Entgegen der landläufigen Meinung einen eh schon kümmerlichen und ggf von Strahlfäule befallenen Strahl noch zu beschneiden vertrete ich die Meinung den Strahl in Ruhe zu lassen so lange er den nötigen Bodenkontakt hat. In diesem Fall gilt es darauf zu vertrauen, dass die Förderung der Durchblutung und des Lymphflusses den Strahl regeneriert. Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass das auch so ist. Sobald sich die Funktion des Hufes verbessert erholt sich auch der Strahl relativ schnell.

Effektive Mikroorganismen bei Strahlfäule:

Wenn das alleine nicht ausreicht behandel ich auch den betroffenen Strahl mit Effektiven Mikroorganismen. Dazu verwende ich entweder selbst angesetztes EMa oder den Garten- und Bodenaktivator von Emiko. Bei besonders schlimmen Fällen von Strahlfäule verwende ich die Effektiven Mikroorganismen in den ersten Tagen pur. Anschließend verdünne ich immer weiter herunter bis zu einem Verhältnis von 1:20. Dazu nehme ich eine kleine Spritze und spritze die Lösung so weit wie möglich in die mittlere Strahlfurche hinein und spüle sämtliche Taschen einmal ordentlich aus. Zumindest in den ersten Tagen der Behandlung sollte die Anwendung täglich wiederholt werden. Mit zunehmender Verbesserung reicht letztendlich auch 2-3 mal pro Woche, je nach Haltung. Grundsätzlich gilt, dass man Effektive Mikroorganismen bestenfalls häufig in kleinen Mengen verwendet. Also regelmäßig 20 ml helfen deutlich besser als selten 1 Liter. Die Effektiven Mikroorganismen sorgen dafür, dass die Fäulnisprozesse aufhören und sich statt dessen regenerative Prozesse umwandeln. Das ist vor allem bei schweren Fällen von Strahlfäule wichtig damit die Fäulnisprozesse nicht immer wieder auf den gesund nach wachsenden Strahl übergreifen. Oft reicht es schon den Strahl regelmäßig mit einer Sprühflasche mit einer EM Lösung zu besprühen. Auch hier gilt lieber häufig wenig als selten viel. Also bestenfalls 1-2 mal täglich die betroffenen Bereiche behandeln. Bei Härtefällen kann man darüber hinaus ein Wattepad mit EM, entweder verdünnt oder sogar pur, tränken und dieses mit dem Rücken eines Messers so weit wie möglich in die mittlere Strahlfurche zu drücken um die Effektiven Mikroorganismen möglichst nah an ihren Einsatzort zu bringen und sie dort bis zur nächsten Behandlung zu halten. Dieses Wattepad kann so lange im Strahl bleiben bis es von alleine rausfällt oder man es am Folgetag ersetzt. Ebenso sehr gute Erfolge kann man mit der Emiko HorseCare Spezial Pflege Creme erzielen. Die verwende ich genauso wie die flüssige Lösung, wenn ich gerade keine frischen und lebenden Bakterien dabei habe. Ein Tube Emiko HorseCare Spezial Pflege Creme hab ich immer in der Werkzeugkiste und Putzbox. Die Pflegecreme braucht man auch nicht verdünnen. Entweder man streicht sie so auf die betroffenen Stellen oder man macht es ebenfalls wieder mit einem Wattepad.

Grundsätzlich ist daran zu denken: weniger ist auch hier mehr. Der Strahl sollte zwar schon regelmäßig behandelt werden, aber es ist nicht nötig hier noch etwas rum zu fummeln oder da noch etwas zu knibbeln. Wenn das Pferd ohnehin über schlechtes Hufwachstum verfügt kann es sein, dass schon anderswo im Körper Stoffwechsel Probleme bestehen oder eine Unterversorgung mit bestimmten Nährstoffe vorliegt. Hier können Effektive Mikroorganismen auch innerlich gute Erfolge erzielen. Dazu gibt es hier in Kürze noch weitere Artikel wie zum Beispiel: Was kann man gegen Kotwasser bei Pferden tun? Darüber hinaus können manchmal schon kleine Umstellungen in der Fütterung große Erfolge mit sich bringen. 

Wie behandel ich Strahlfäule: Kurz zusammengefasst:

Für die Behandlung von Strahlfäule ist es wichtig die Durchblutung und somit das Wachstum des Strahls bzw des gesamten Hufes zu fördern.
Dann sollte man das Umfeld des Pferdes mit Effektiven Mikroorganismen behandeln um das bakterielle Milieu in dem sich das Pferd aufhält in ein lebensfreundliches Milieu zu wandeln.
Zu guter Letzt kann die Strahlfäule auch direkt mit Effektiven Mikroorganismen behandelt werden um die Fäulnisprozesse zu stoppen und ein Übergreifen auf gesund nach wachsenden Strahl zu verhindern. 

Allgemeiner Hinweis

Die oben genannten Hufbearbeitungs Hinweise beziehen sich auf ein, abgesehen von der Strahlfäule, gesundes Pferd. Besondere Umstände wie zum Beispiel eine Rehe Erkrankung erfordern auch besondere Maßnahmen bei der Hufbearbeitung.

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Ich hoffe diese Informationen helfen dir weiter und du bekommst du Strahlfäule in den Griff.