Landpaddling Guide für Anfänger und Einsteiger

Du hast dich schon etwas über Landpaddling informiert und vielleicht dein Equipment sogar schon zu hause und jetzt willst du loslegen? Kein Problem hier hab ich noch ein paar Tipps für dich zusammen gesammelt, die dir vielleicht den Einstieg etwas erleichtern oder dir noch die ein oder andere Verbesserung mit auf den Weg geben.

How to Landpaddle

Fußstellung

Zunächst mal musst du wissen welche Fußstellung für dich die bessere, sicherere ist – zumindest für den Anfang. Später macht es Sinn beide Stellungen zu beherrschen. Zunächst mal gibt es die Fußposition „regular“ das bedeutet du hast deinen linken Fuß vorne auf dem Board. Dann gibt es noch „goofy“, das ist der umgekehrte Fall, nämlich dein rechtes Bein steht vorne auf dem Board. Wenn du dir nicht sicher bist, welche Stellung für dich am Anfang besser ist, dann stell dich mal mit beiden Füßen genau nebeneinander hin. Jetzt lässt du dich von jemandem vorsichtig aus der Balance bringen. Damit du nicht hin fällst wirst du intuitiv ein Bein nach vorne stellen um dich abzufangen. Und das Bein, dass du intuitiv nach vorne stellst sollte dann auch das sein, dass du zu Beginn auf dem Longboard vorne haben solltest.

Auf das Longboard aufsteigen

Jetzt wo du weißt welcher Fuß wo hin gehört geht es daran auf das Longboard zu kommen. Am einfachsten ist es, wenn du auch hier erstmal Hilfe hast. Jemand kann sich mit einem Fuß auf eine der Longboard Rollen stellen, damit das Longbaord nicht weg rollt, wenn du aufsteigen möchtest. Das bringt dir erstmal ein wenig Sicherheit, bis du dich richtig positioniert hast. Wenn du gerade niemanden in der Nähe hast, der dir helfen kann, dann kannst du dich auch mit deinem Paddel auf der gegenüberliegenden Seite abstützen und so für etwas mehr Sicherheit beim aufsteigen sorgen. Auf dem Board stellst du deine Füße etwa schulterbreit auseinander und versuchst locker zu stehen.

Wenn du das erste Mal auf deinem Longboard stehst, dann mache dich etwas damit vertraut, wie das Longboard sich verhält, wenn du dein Gewicht verlagerst. Je nach Gewichtsverlagerung werden sich die Achsen eindrehen, damit du eine Kurve fahren könntest. Wie stark die Achsen sich jedoch eindrehen ist sehr unterschiedlich und hängt zum einen von der Einstellung aber auch von den montierten Achs Gummis ab. Dazu aber in einem anderen Artikel mehr.

Mit dem Paddel fortbewegen

Jetzt weißt du schon mal welcher Fuß nach vorne gehört und wie du sicher auf dein Board kommst. Nun ist es an der Zeit, dass du dich das erste Mal langsam fortbewegst. Wenn du mit dem linken Fuß vorne stehst, dann nimmst du auch den oberen Griff des Paddels in die linke Hand. Dann stellst du das Paddel mit ausgestrecktem linken Arm auf die rechte Seite des Longboards. Nun greifst du mit der rechten Hand an den Stiel des Paddels, etwa vier handbreit unter dem Griff. Und jetzt ziehst du dich an dem Paddel nach vorne und rollst dann mit dem Fuß des Paddels langsam ab. Wenn du dich einmal langsam in Bewegung versetzt hast, beginnt der ganze Bewegungsablauf von vorne. Auf diese Weise wird da eine sich fortführende Bewegung wie beim rudern draus. Wenn du nicht mit dem linken Bein vorne stehst sondern mit dem rechten, dann natürlich alles Seitenverkehrt.

Backside Paddling

Als weitere Möglichkeit zu paddeln gilt das Backside Paddling. Im Grunde genommen bedeutet das nichts anderes, als dass du nicht vor dir paddelst sonder hinter dir – in Bezug auf deinen Stand. Also wenn du regular fährst und dein linker Fuß vorne steht, dann würdest du dich mit dem Paddel rechts vom Board abstoßen. Beim Backside Paddling würdest du dich dann statt dessen links vom Board abstoßen, eben genau auf der anderen Seite. Wenn du goofy fährst dann natürlich alles wieder umgekehrt. Auf diese Weise kannst du beide deiner Körperhälften ins Paddling mit einbeziehen und schaffst so auch leicht längere Distanzen.

Carving – Geschwindigkeitskontrolle und lenken

Nun kommst du irgendwann an den Punkt an dem du etwas Fahrt aufnimmst. Durch Gewichtsverlagerung kannst du nun dein Board lenken. Wenn du regular fährst und dein Gewicht auf die Zehen verlagerst lenkt dein Board nach rechts. Verlagerst du dein Gewicht auf die Hacken dann lenkt dein Board nach links ( goofy natürlich wieder umgekehrt ). Wenn du nun dein Gewicht abwechselnd von der Zehe auf die Hacke und wieder zurück verlagerst fährt dein Board Schlangenlinien. Das nennt man auch „carving“. Diese Methode eignet sich auch ganz gut um die Geschwindigkeit gerade an etwas abschüssigen Strecken zu regulieren, damit du nicht zu schnell wirst. Falls du mal das Gleichgewicht verlieren solltest kannst du dich jetzt auch gut mit dem Paddel etwas abstützen.

Bremsen und anhalten

Nicht zuletzt ist es vielleicht noch ganz gut zu wissen, wie du das Ganze etwas bremsen und schließlich stoppen kannst. Dazu kannst du entweder so weit in eine Kurve lenken, bis du letztendlich zum Stillstand kommst oder aber du benutzt dein Paddel zum bremsen. Dazu setzt du dein Paddel hinter dir auf den Boden und drückst den Paddelfuß nach unten. Je mehr du drückst desto mehr wird dich dein Paddel bremsen. Je besser du beim Landpaddling wirst desto weniger wirst du davon Gebrauch machen müssen. Das wichtigste ist einfach, dass es für dich immer kontrollierbar bleibt.

Ich hoffe ich konnte dir hier ein paar gute Tipps mit auf den Weg geben. Die Videos dazu sind von Kahuna Creations, einem der ersten Hersteller von Landpaddling Paddles und Boards. Auf YouTube findest du noch ein paar weitere Videos von Kahuna Creations, die dir später noch deinen Stil etwas verbessern können. Bis dahin wünsche ich dir erstmal viel Spaß beim Landpaddling 🙂

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