Longboarding

Longboarding ist inzwischen sehr facettenreich. Grundsätzlich geht es darum das Surf Gefühl auf die Straße zu bringen. Man hat ein Brett, länger als ein Skateboard aber kürzer als ein Surfbrett, da drunter sind Achsen geschraubt. Je nach Stilrichtung gibt es diverse Setups und Einstellungen mit denen Achsen, Brett und Rollen aufeinander abgestimmt sind.

Cruisen – bedeutet entspanntes und lässiges fahren mit dem Longboard. Zum Spaß an der Freude oder um von A nach B zu kommen.

Dancing – beim Dancing geht es in erster Linie um Tricks die man auf dem Board bzw mit dem Board macht. Viele der Grundtricks ähneln tatsächlich Tanzschritten, die auf dem Brett ausgeführt werden und in der Bewegung mit dem Longboard harmonisch aussehen.

Freeride – das freeriden verbindet das cruisen mit slides und tricks. Im Grunde genommen ist hier alles möglich. Wie es der Name schon vermuten lässt soll man sich frei fühlen und mit dem Rollbrett machen was man will.

Downhill – möglichst schnell einen Berg hinunter zu kommen ist der Inhalt des Downhill fahrens. Mit komplettem Schutzanzug und auf Highspeed optimierten Boards geht es unter Wettkampfbedingungen des Berg hinunter. Das Tempo reguliert man hier durch slides zum bremsen und mit hingehockten Körperhaltung zum beschleunigen.

Surfskate / Landsurfing – bringt das urtypische Surfgefühl auf die Straße. Auch hier fährt man locker und entspannt allerdings mit besonders lenkfreudigen Boards, die es möglich machen kleine und enge Kurven zu fahren.

Landpaddling – auf dem Wasser nennt man das Stand Up Paddling ( SUP ), stehend auf einem übergroßen Surfbrett und mit einem Paddel ausgerüstet kann man so auch in flachen Gewässern fahren. Auf dem Land macht man das mit einem Longboard und einem Paddel ähnlichen Stock und kann sich so ebenfalls durch die Muskelkraft in den Armen vorwärts bewegen.

Long Distance Pumping – Durch eine besondere Bewegungsabfolge kann man sich mit dem Longboard vorwärts bewegen ohne sich mit einem Fuß, wie beim Skateboarden, vom Boden abzustoßen. Das Longboard wird sozusagen vorwärts gepumpt. Das Ganze über längere Distanzen nennt man Long Distance Pumping.

Meine Lieblings Stilrichtungen sind die, die dem surfen auf dem Wasser am ähnlichsten sind. Landsurfing und Landpaddling zum Beispiel. Ab und zu versuche ich mich auch mal an ein paar Tricks aus dem Bereich Dancing.

Das ich als Hufschmied einen körperlich anspruchsvollen Job hab, brauche ich einen Ausgleichssport für den ganzen Körper. Hier eignet sich Land Paddling am besten. Zum Land Paddling wird der ganze Körper gleichmäßig mit einbezogen. Man kann auch verschiedene Arten auf dem Board stehen und auch das Paddel entweder rechts oder links benutzen. Das heißt es können beide Körperseiten gleichmäßig mit einbezogen werden. Wer es einmal ausprobiert stellt schnell fest, dass der ganze Körper angesprochen wird. Ebenso wie die Arm und Bein Muskulatur merkt man die Anstrengung auch in Bauch und Rücken Muskulatur.

Außer dem macht Landpaddling einen Höllen Spaß und man kann schnell auch längere Strecke fahren. Entweder gemütlich mit Freunden in ruhigem Tempo oder auch mal schneller, wenn man es wirklich als Sport betrachten möchte.